Die Technik der Batik ist ein altes Verfahren der Textilfärbung, die von der Insel Java stammt. In früheren Zeiten war das eine Beschäftigung für begüterte junge Damen. Der Technik liegt die Reservierung – also Abdeckung – von Stoffarealen zugrunde, die dann von der Färbeflotte nicht erreicht werden können. Dies kann man mit verschiedenen Möglichkeiten erreichen. Einige sind eigentlich jedem bekannt: z.B. das Abbinden. Runde weiße Kreise auf weißen T-Shirts kennt jeder. Solche Effekte erreicht man auch durch Abnähen. Auf Java wurden Ornamente durch Auftragen von heißem Wachs auf helle Stoffe erreicht. Nach diesem Prinzip arbeitete ich.
Sie als Kunde haben mir beschrieben, welches Bild Sie auf Ihrer Stola, auf Ihrem Altartuch, Wandbild oder Gewand haben möchten. Das habe ich bereits in eine Zeichnung umgesetzt und – um einen ungefähren Eindruck zu vermitteln – coloriert.
Nun beginnt das „umgekehrte“ Denken. Auf einem weißen Stoff – meistens Seide – werden alle Areale der übertragenen Zeichnung mit Wachs abgedeckt, die weiß bleiben sollen. Ist das geschehen, wird die Arbeit in der nächst helleren Farbe eingefärbt. Die Arbeit trocknet, dann werden wiederum alle Stellen abgedeckt, die in der nächst helleren Farbe erscheinen sollen usw…. Gewachst und gefärbt wird auf diese Weise bis die dunkelste gewünschte Farbe erreicht ist. Durch das Brechen der Wachsflächen beim Färben entstehen unregelmäßige, überraschende Linien in der Farbzeichnung, die ein typisches Merkmal dieser Technik darstellen. Die Intensität dieser Brüche sind durch die Mischung des Wachses beeinflussbar.
Durch das Übereinanderfärben entstehen immer harmonische Farbkombinationen, mitunter auch überraschende. Nachdem das Wachs aus dem Bild entfernt ist, werden Konturen mit Stickereien betont – oft unregelmäßig und überraschend – wie es der ganzen Technik entspricht.
Batik erzeugt besondere, leuchtende Bilder, die durch die Stickerei Tiefe und einen starken Ausdruck bekommen. |